Anis hat einen unverwechselbaren und sehr markanten Gewürz-Charakter mit aromatischer Würze und leicher Süße.
Anis ist ein kulinarisches Multitalent, das nicht nur für Meeresfrüchte und Schmorgerichten benutzt wird, sondern in Brot, Backwaren, Süßspeisen und Likören zum Einsatz kommt. Der süßliche Duft erinnert an Lakritz, was hauptsächlich auf den Aromastoff Anethol zurückzuführen ist. Durch Rösten werden die würzigen Noten besonders zum Vordergrund gebracht und die Süße zieht sich etwas zurück.
Anis ist für seine ausgeprägte Würzkräftigkeit bekannt. Daher ist es ratsam, sich langsam an die richtige Menge ranzutasten und lieber nochmal etwas nachzuwürzen. Um das volle Aroma zu erleben, am besten die ganzen Samen frisch im Mörser zerstoßen.
Beim Kauf darauf achten, dass die Samen eher hell als dunkel sind. Top-Qualitäten kommen angeblich aus Spanien.
Lebkuchengewürz, Spekulatiusgewürz, Tabil, Fünf-Gewürz-Pulver, Ras El Hanout
Lachsconfit mit Anis, Schweinefleischeintopf, Fischsuppe, Anisgebäck, Lebkuchen.
Östliches Mittelmeergebiet, Griechenland, Türkei, Ägypten
Absinth, Raki, Ouzo und Pastis – die Getränke der Dichter und Denker haben eines gemeinsam: den Geschmack des Anis. Auch zum Würzen von Brot und süßem Gebäck wird er gerne verwendet. In arabischen und indischen Regionen werden auch Fischcurrys und Gemüse mit Anis verfeinert.
Anis macht Kühe glücklich! Laut Forschern der Auburn-Universität in Alabama können sich Kühe frei vom Stress der Rangordnung besser der Milchproduktion widmen, wenn sie einen Hauch Anis-Öl im Fell haben. Auch in der traditionellen Imkerei wird Anis genutzt, um eine beruhigende Wirkung auf die Bienen für eine erleichterte Honig-Ernte zu erzielen.