Die Schärfe dominiert, doch dazu kommen noch erdige-fruchtige Aromen, die sich jedoch beim Erhitzen verflüchtigen. Trocknen oder Erhitzen lässt eine geschmacksneutrale Schärfe zurück, welche sich flexibel in der Küche einsetzen lässt.
Bereits vor 6000 Jahren wurde Chili in Peru und Mexiko von indigenen Völkern angebaut. Heutzutage gibt es Chili überall in allen möglichen Variationen – grün, rot, gelb, orange und sogar lila! Die Farbe, Größe und Schärfe hängt dabei von der Sorte und dem Reifegrad ab. Chili ist ein Multitalent, das Eintöpfen, Suppen, Gemüse-, Fleisch- sowie Fischgerichten, Saucen und Desserts das gewisse Etwas verleiht.
Frische Chili klein zerhackt am Ende des Kochvorgangs direkt dazugeben, um das Aroma zu erhalten. Getrocknete Chili für die volle Aromabreite kurz anbraten, dann gemahlen oder als Flocken verwenden. Eingelegt gibt es Chili als aromatisches Öl.
Masalas, BBQ-Mischung, Harissa, Ras-el-Hanout, Shichimi togarashi, Achiote-Sauce, Moles, Mojos, Salsas, Cajun-Mischung, Sambals, Currypasten, Zhug
Schokolade Kalt-Heiss, Moles, Chili con Carne, Spaghetti aglio, olio e peperocino, Penne all‘ arabbiata, rotes, grünes, gelbes Thai-Curry, Bouillabaisse mit Rouille, Harissa, Feuertöpfe, Kimchi
Mittel- & Südamerika
Die Schärfe wird tatsächlich nicht von den Geschmacksknospen, sondern von den Schmerzrezeptoren des Trigeminusnervs im Mund wahrgenommen. Für die Schärfe ist das Molekül Capsaicin verantwortlich, welches als Schutzfunktion in der Chili-Pflanze vorkommt. Generell gilt: Je kleiner die Chili-Schote, desto schärfer!
Die berüchtigte Chili-Sorte Carolina Reaper wurde 2013 vom Guiness Buch der Rekorder zur schärfsten Chili der Welt gekürt. Der Züchter Ed Currie hat die Schärfe über Jahre hinweg perfektioniert.