Gewürznelke hat einen warmen-süßlichen Charakter mit einer leichten Bitterkeit im Geschmack und würzig-holzige Noten im Unterton, wodurch sie sich in der Küche vielseitig einsetzen lässt.
Medizin, Parfüm, Atemerfrischer und natürlich Gewürz – die Gewürznelken sind ein Alleskönner! Die Nelken werden aus den getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaums gewonnen, welcher ursprünglich aus den Maluku-Inseln in Indonesien stammt. Nach der Ernte werden die Knospen getrocknet, was ihnen ihr intensives Aroma verleiht.
In der indischen Küche werden Nelken vor dem Kochvorgang in extremer Hitze geröstet, bis sie fast platzen. Nelken können über die gesamte Dauer mitgekocht werden. Als ganze Nelke sollte man sie vor dem Essen lieber entfernen.
Quatre-épices, Garam Masala, Fünf-Gewürze-
Pulver, Baharat, Glühweinmischungen
Nelken mit gebratenen Bananen, Lebkuchen, Bratapfel, Apfelkompott, Rotkohl, Kräuterliköre, Coq au vin, Worcester- Sauce, Geschmorte Fleischgerichte
Indonesien
Um die Qualität von Gewürznelken zu prüfen, sollte beim Zusammenpressen etwas Öl austreten. In Wasser eingelegt sollten die Nelken mit dem Kopf nach oben schwimmen oder sinken.
Die Heimatinsel der Gewürznelke, Ternate, hat bloß einen Durchmesser von winzigen 9 Kilometern und dennoch waren alle großen Seefahrernationen heiß auf das Multitalent. Obwohl das Schmuggeln von Gewürznelke mit der Todesstrafe bestraft wurde, hat der französische Botaniker und Nelkendieb Pierre Poivre (kein Scherz! – zu deutsch: Peter Pfeffer) im Jahr 1766 Nelken auf französische Territorien geschmuggelt und dort weiter gezüchtet. Muss wohl gut sein!