Der typische kümmelartige Geruch wird oft als süßlich-balsamisch mit holzigen Noten beschrieben. Außerdem sind zitronenartige Nuancen typisch für Kümmel.
Seit Jahrhunderten werden die vielseitigen Eigenschaften von Kümmel auf der ganzen Welt geschätzt – ob als Schutzmittel gegen böse Geister, in traditioneller Medizin oder für sein unverwechselbares Aroma in der Küche. Besonders in der europäischen Küche ist Kümmel ein beliebter Klassiker für Brot, Gebäck und Sauerkraut, wobei er eine süßliche Würze entstehen lässt.
Das Rösten von Kümmel hebt die ätherischen Öle hervor, wodurch sich das Aroma entfaltet und nussig-röstige Töne entstehen. Kümmel ist zudem sehr intensiv, deshalb sollte man sich mit einer kleinen Menge an den gewünschten Geschmack herantasten.
Brotgewürz, Harissa,Tabil
Kümmel-Kartoffeln vom Blech, Sauerkraut, bayrischer Krautsalat, süddeutsche Gewürzbrote, Harzer Käse, Köm (Kümmelschnaps) Kümmelbraten, Bigos (Krauttopf), Gulasch, Irish Stew, Gin, englischer Kümmelkuchen, Kümmelsteak, Akvavit
Mittelmeergebiet, Naher Osten
In einigen Regionen werden die Namen „Kümmel“ und „Koriander“ unterschiedlich verwendet, obwohl die Gewürze geschmacklich und botanisch verschieden sind. Deswegen wird Kümmel auch oft als „echter Kümmel“ und Koriander als „falscher Kümmel“ bezeichnet.
In einer alten deutschen Legende wird erzählt, dass Kümmel die Treue eines Liebespaars sichern kann. Dabei sollen Kümmelsamen über das Brot oder in das Getränk des Partners gegeben werden, um so die Liebe und Treue zu erhalten. Die Geschichte zeigt, wie stark der Glaube an die symbolische Kraft von Kümmel war.