Liebstöckel hat eine einzigartige Komplexität, die sich aus einer intensiven Würze, erdigen Noten und krautartigen Aromen zusammensetzt.
Liebstöckel, auch unter dem Namen Maggikraut bekannt, wird hauptsächlich in der mitteleuropäischen Küche und ganz besonders in der traditionellen deutschen Küche verwendet. Das Aroma erinnert etwas an Sellerie mit einer zusätzlichen kräftigen Würze, die besonders gut zu Suppen, Eintöpfen, Saucen und herzhaften Speisen passt. Häufig wird Liebstöckel auch verwendet, um den Geschmack von Speisen zu intensivieren. In der deutschen Hausmannskost darf Liebstöckel auf der Zutatenliste für köstliche Gerichte wie Rinderbrühe und Linsensuppe keinesfalls fehlen.
Frische und getrocknete Blätter können beim Kochen verwendet werden. Frische Blätter sind dabei intensiver und sollten am Ende der Kochzeit hinzugefügt werden, um den Geschmack beizubehalten. Getrocknete Blätter sind etwas milder, weshalb sie schon am Anfang eingesetzt werden können. Die Menge schrittweise anpassen, da der intensive Geschmack andere Aromen leicht unterdrücken kann.
Griechenland, Italien, Türkei, Iran
Obwohl Liebstöckel den Spitznamen „Maggikraut“ trägt, gehört er nicht zum bekannten „Maggi-Gewürz“. Der Geruch von Liebstöckel erinnert jedoch so stark an die von Julius Maggi entwickelte Würzsauce, dass sich der Irrglaube schnell ausbreitete.
Laut einer bekannten Legende wurde Liebstöckel früher als Zutat für Liebestränke genutzt, um Leidenschaft beim Gegenüber zu entfachen. Dadurch ist Liebstöckel in vielen Regionen zu einem Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit geworden. Obwohl die genaue Namensherkunft unklar ist, könnte sich dadurch der Name „Liebstöckel“ entwickelt haben.