Wie der Name bereits verrät, ist Süßholz für seine intensive Süße bekannt. Dabei ist er sehr kontrastreich, denn er bringt auch bittere Noten mit sich. Das lakritzartige Aroma von Süßholz erinnert an Anis und Fenchel, ist aber sogar noch intensiver. Dazu kommen leichte erdige Noten.
Süßholz ist eine Pflanze mit über 2000 Jahre langer Tradition in Medizin und Küche. Besonders ihre Wurzeln werden für ihre heilende und geschmacklichen Eigenschaften genutzt. Sie enthalten nämlich Glycyrrhizin, ein natürliches Süßungsmittel, das ca. 50 mal süßer als Zucker ist! Dadurch hat Süßholz viele kulinarische Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel in asiatischen Eintöpfen und Suppen, diversen Backwaren und auch in alkoholischen Likören.
Süßholz hat eine starke Süße und Bitterkeit, was andere Aromen schnell überwältigen kann. Deshalb sollte es in Maßen genutzt werden. Das Gewürz harmoniert sehr gut mit Zimt, Nelken und Anis.
Südeuropa, Naher Osten und Asien (besonders Spanien, Italien, Griechenland, Türkei, Syrien, Iran und China)
Süßholz wird häufig in der Lebensmittelindustrie verwendet, um Süßigkeiten, Bonbons, Limonaden und alkoholischen Getränken eine angenehme Süße zu verpassen. Auch in Hustenbonbons kommt Süßholz häufig vor, was auf die gesundheitsfördernden und süßlichen Eigenschaften zurückzuführen ist.
Eine Legende besagt, dass Alexander der Große auf einer seiner Feldzüge in Asien auf Süßholz stoß und seine Soldaten ihm von der wohltuenden Wirkung auf die Verdauung berichteten. Daraufhin soll er Süßholz als „wertvolle Entdeckung“ zurück nach Europa gebracht haben.