Der Gewürz-Charakter hängt von der Kardamom-Sorte ab. Der grüne Kardamom ist für seine intensive Frische mit blumig-fruchtigen Noten und leichter Schärfe bekannt. Der schwarze Kardamom hingegen hat ein starkes und erdiges Aromaprofil mit rauchigen Noten.
Edel, süß & orientalisch: Wie ein persischer Prinz kommt er daher. Die arabischen Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas konsumieren ca. 60% des produzierten Kardamoms, da man hier typischerweise den Kaffee damit würzt. Kardamom ist eines der ältesten Gewürze, das seit der Antike auch als Heilmittel geschätzt wird. Durch das vielseitige Aroma passt er perfekt zu Süßspeisen und herzhaften Gerichten.
Kardamom wird noch intensiver, wenn man ihn vor der Verwendung kurz röstet. Das volle Aroma wird entfaltet, wenn er für die gesamte Dauer mitgekocht wird.
Berbere, Kaffeegewürz, Garam Masala, Ras-el-Hanout, Baharat, Zhug, Lebkuchengewürz, Spekulatiusgewürz, Stollengewürz, Glühweingewürz, Geflügelgewürz
Steckrübenpüree, Chai Masala, Pilaw, Dal, Kheer, Hühnergerichte mit Joghurtsauce, Biryani, Tandoori, Fleischcurrys, Lebkuchen, Spekulatius, Bratapfel, Glühwein, Ginger Bread, Pfefferkuchen, Würste und Pasteten, eingelegter Hering, Aquavit, Punsch, Plundergebäck, Gewürzkuchen, Gebäck, Brot, Kaffee, Majbus, Kabsah, Polo (Reis)
Grüner Kardamom: Sri Lanka, Südindien
Schwarzer Kardamom: Nepal
Es gibt zwei Kardamom-Sorten: Grün und schwarz. Der grüne Kardamom wird oft als der „echte“ Kardamom bezeichnet. Die Samen sind kleiner und der Geschmack ist süßlich-frisch mit einer angenehmen Würze. Schwarzer Kardamom hat größere Samen und einen deutlich intersiveren, rauchig-erdigen Geschmack.
Der „Quetzel-Orden“ ist quasi die Äquivalenz des Bundesverdienstkreuzes in Guatemala, welcher posthum an Oscar Majus Klöffer aus Hamburg verliehen wurde. Im Jahre 1917 hat er nämlich den Kardamom-Anbau hier eingeführt – heutzutage stammen ganze 50% des weltweiten Exports aus Guatemala!