Der Gewürz-Charakter von Kurkuma kann mit einer Kombination aus mild-pfeffriger Schärfe und erdiger Wärme beschrieben werden. Leicht bittere und harzige Untertöne tragen auch zur Vielseitigkeit von Kurkuma bei.
Kurkuma – das Gold unter den Gewürzen! Ein Gewürz, das so reich an Geschichte, Geschmack und Gebrauch ist, dass es bereits seit Jahrtausenden als „Heiliges Pulver“ verehrt wird. Kurkuma verleiht Gerichten nicht nur eine strahlend goldgelbe Farbe, sondern auch eine erdige Wärme und angenehme Schärfe. Seit Ewigkeiten ist er ein essentieller Bestandteil traditioneller Currymischungen, doch heutzutage gilt Kurkuma auch als „Superfood“, was auf seine natürliche Heilungskraft zurückzuführen ist. In Goldener Milch, Smoothies oder Dressings vergibt er eine leuchtende Farbe, einen harmonischen Geschmack und antioxidative Eigenschaften.
Kurkuma kann frisch geschnitten, gemahlen als Pulver oder in Pasten verarbeitet genossen werden. Frisch ist der Geschmack am stärksten, doch Kurkuma hat generell ein intensives Aroma, weshalb eine kleine Dosierung meist ausreicht. Kurkuma gibt Gerichten eine schöne goldgelbene Farbe, aber Vorsicht: Die Farbe hinterlässt auch hartnäckige Flecken auf Küchengeräten und Kleidung!
Colombo Powder, Hawayij, Masalas und Chutneys, Currypasten, Worcestersauce
Kurkuma-Eis, Dals, Kartoffelcurrys, Pullao, Samosa, Shorba (Suppen), Eierspeisen, Ghorme sabzi, Khoresht Gheimeh, Gemüseeintöpfe, Laksa, Cari (Currys), Nasi kuning (Reisgericht), Harira (Suppe), Tajine (Schmorgericht)
Indien
Um die gesundheitlichen Vorteile von Kurkuma voll auszuschöpfen, ist es besonders wichtig, ihn mit schwarzem Pfeffer zu kombinieren. Curcumin, der aktive Wirkstoff in Kurkuma, kann nämlich nur schwer vom Körper aufgenommen werden. Doch das in Pfeffer enthaltene Piperin steigert die Aufnahme bis zu 2000-fach, wodurch sich die entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften der magischen Kurkuma-Wurzel frei entfalten können.
In der hinduistischen Mythologie wird erzählt, dass die Göttin Parvati während ihrer Hochzeitsvorbereitungen mit dem Gott Shiva Kurkuma auf der Haut trug, um ihre Schönheit zu steigern und böse Geister abzuwehren. Die Geschichte spiegelt sich noch heute in der traditionellen „Haldi-Zeremonie“ auf indischen Hochzeiten wider, wobei das Brautpaar mit Kurkumapaste bestrichen wird, um sich zu reinigen und ihre Ehe zu schützen.