Rosmarin hat einen unverwechselbaren Gewürzcharakter: Das markante Aroma erinnert an Pinien, Eukalyptus und Kampfer, wodurch es eine holzige Wärme und erdige Tiefe mit sich bringt.
Rosmarin – eine Prise Sonne für die Küche! Sobald sich beim Kochen der charakteristische Duft verbreitet, kommen einem direkt Bilder vom Mittelmeer und den einheimischen Rosmarinfeldern in den Sinn. Die nadelartigen Blätter verleihen kräftigen Fleischgerichten und herzhaften Marinaden ein intensives, kampferartiges Aroma, sie harmonieren aber genauso gut mit Geflügel- und Fischgerichten. In der mediterranen Küche ist Rosmarin der beste Freund von Olivenöl, Knoblauch sowie Zitrusfrüchten und ist fest in der kulinarischen Kultur verankert.
Frischer Rosmarin hat ein fruchtiges Aroma, getrocknete Zweige sind dagegen etwas herber und intensiver. Die Blätter können mitgekocht und mitgegessen werden, sollten aber vorher am besten mit dem Mörser zerstoßen werden. Rosmarin erst einmal in Maßen verwenden, da das intensive Aroma andere Geschmäcker schnell dominieren kann.
Kräuter der Provence, französisches Bouquet garni
Rosmarinkartoffeln, Lammkoteletts, Braten (mit Kräuterkruste oder auf Rotweinbasis), Tomatensaucen und -suppen, gebratene und gegrillte ganze Fische, Grissini, Focaccia, Wild, Käse, Kartoffeln
Italien, Griechenland, Spanien, Türkei
Die Namensherkunft von Rosmarin liegt im Lateinischen. „Rosmarin“ hat sich von „ros marinus“ abgeleitet, was übersetzt so viel wie „Tau des Meeres“ bedeutet. Diese Bezeichnung spielt auf die Verbreitung des malerischen Rosmarins entlang der mediterranen Küsten an, wo die Pflanzen wild wachsen und ihren beliebten Duft verbreiten.
In der Antike galt Rosmarin als Symbol für Erinnerung und Treue. Die Römer und Griechen waren davon überzeugt, dass Rosmarin das Gedächtnis stärken kann, weshalb Studierende häufig Rosmarinkränze trugen. Auch auf Hochzeiten und Beerdigungen wurde Rosmarin als ein Zeichen der ewigen Treue angesehen und die Zweige wurden oft in Blumensträußen verarbeitet.