Das beliebte Gewürz hat einen süßlichen Geschmack mit warmen und leicht scharfen Untertönen, wodurch Zimt nicht nur für Süßspeisen, sondern auch für herzhafte Gerichte geeignet ist.
Zimt ist so universell einsatzbar, dass man ihn in landestypischen Küchen rund um den Globus findet, wo er süße und deftige Speisen würzt, Getränke veredelt, als Geschmacksgeber in zahlreichen industriellen Lebensmitteln auftaucht und als Duftstoff in allen erdenklichen Formen seine Aufgabe erfüllt.
Zimt kann als ganze Stange, gebrochene Stange oder fein gemahlen verwendet werden. In Indien brät man die Zimtstange vor der Verwendung oft in heißem, fast rauchendem Ghee, bis sie sich entrollen und einen starken Duft entwickeln. Anschließend wird er über die gesamte Dauer mitgekocht. Durch das Anbraten im Fett werden noch mehr Aromen freigesetzt. Gemahlener Zimt sollte beim Kochen erst später hinzugefügt werden, da sich das Aroma stark verändern kann.
Masalas, Baharat, Gâlat Dagga, Ras-el-Hanout, Advieh, Fünf-Gewürze-Pulver, Khmeli Suneli, Lebkuchengewürz, Glühweinmischung, karibische Würzsaucen, Redado-Paste, Moles, Thai-Curry
Rigatoni mit Zimtbutter, Milchreis, Zimtsterne, Spekulatius, Pflaumenkuchen, Glühwein, Eintopf- und Schmorgerichte, scharfe Currys, Biryani (Reisgericht), Kibbeh (Klöße), Couscous, Lamm- und Hühner-Tajines, Bstilla (Pastete), Mishmisheya (Lammeintopf), Khoresh (Eintopf), Fleischtöpfe, Nudelsuppen
Südostasien, insbesondere China und Sri Lanka
Generell wird zwischen Ceylon-Zimt (echter Zimt) und Cassia-Zimt (falscher Zimt) unterschieden. Ceylon-Zimt stammt aus Sri Lanka und Teilen Indiens und zeichnet sich durch ein süßeres und milderes Aroma aus. Cassia-Zimt aus China ist aufgrund einer stärkeren Würze und leichten Schärfe im Vergleich intensiver.
Who‘ s the King? Der reiche Bankier und Oberbürgermeister Londons, Richard Whittington, hat König Heinrich V gegen Privilegien seine Schulden erlassen. Die entsprechenden Schuldscheine hat er, als wäre Zimt damals günstig gewesen, auf einem Feuer aus Zimtstangen verbrannt. Das war mal ein Statement!