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- Martin
(Hennes Finest) -
Passen zu: Fisch, Schweinefleisch (Braten, Frikadellen, Salami, Salsiccia), Muscheln, Antipasti, Pilzen, Pâté, Butter, Gewürzbrot, Erdbeeren, Trauben, Melone, Brühen.
Kulinarisch betrachtet sind Fenchelsamen, genauer gesagt, Fenchelfrüchte, ein absolutes Schwergewicht, das hierzulande aber noch viel zu selten in der Küche genutzt wird. Das wollen wir ändern und euch mit exzellenter Qualität und unglaublich leckeren, einfachen Rezepten vom enormen kulinarischen Mehrwert überzeugen (mehr zur Verwendung unter „Genussempfehlung“).
Bei unseren Fenchelsamen handelt es sich um ein fein abgeschmecktes Cuvée (Mischung). Die einzigartige Komposition aus mildem Süßfenchel (mit Ölgehalten bis 3 %) und kräftigem Berfena-Fenchel (mit Ölgehalten bis zu 8 % ) vereint die besten Eigenschaften beider Sorten: Die milde Süße des Anethols aus dem Süßfenchel harmonisiert mit der würzigen Tiefe des Fenchons aus der Berfena-Varietät. Diese Kombination schafft ein ausgewogenes, komplexes und breites Fenchelaroma.
Die Entscheidung für die Mischung beruht auf sensorischer Synergie: Süßfenchel mildert das etwas herbe „Fenchon“ des Berfena-Fenchels, der wiederum die süßen Noten des Anethols kompensiert. Unser Cuveé ist der (hoffentlich) gelungene Versuch das beste Gleichgewicht zwischen beiden Sorten und damit das volle Geschmacks- und Aromenspektrum der Fenchelfrüchte abzubilden.
Die verwendeten Süßfenchelsorten stammen aus der Türkei und Ägypten, der Berfena Fenchel stammt aus Österreich. Alle stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.
Steckbrief
Geschmack/Aroma (Süßfenchel): Süß-anisig, orangenartig, zitronig, kampferig
Geschmack/Aroma (Berfena / Bitterfenchel): Intensiv würzig, süßlich-anisartig, kampferartig, herb-mineralisch, warm, balsamisch
Ölgehalt Süßfenchel: 1-3 %
Ölgehalt Bitterfenchel: 4-8%
Aromabestimmende Aromaten: Anethol (anisartig, >85 %), Fenchon (bitter, kampferig)
Weitere Aromaten: Limonen (orangenartig, zitronig), Estragol (aromatisch-anisartig)
Gewürzmischungen mit Fenchel: Garam Masala, Fünf-Gewürze-Pulver, Panch Phoron, Herbes de Provence, Brotgewürz, Fischgewürz
Optimaler Erntezeitpunkt: Milchreife der Samen, da der Anethol-Gehalt in halbreifen Samen 20 % höher als in vollreifen Samen
Optimale Trockung: Sonnentrocknung (<40°C)
Terroir Besonderheiten: Sandige Dünen, salzhaltige Meeresluft
Botanisch: Doldenblütengewächse (Apiaceae) Fenchel ist eine robuste Staude, die bis zu 2m hoch wird.
Foeniculum vulgare var. dulce (Süßfenchel)
Foeniculum vulgare var. Vulgare (Bitterfenchel)
Aussehen: Hellgraugrün, 5 Rippen, 6–8 mm lang, leicht gebogen, gleichmäßige Körnung (Süßfenchel)
Grünlich-braun, kürzer, gerader, raue Oberfläche, 4–6 mm, oft asymmetrisch (Bitterfenchel)
Fenchel wird auf Feldern angebaut und gedeiht am besten in warmem gemäßigtem Klima. Nach der Ernte werden die Fenchelfrüchte rasch im Schatten getrocknet, wobei sie als Qualitätsmerkmal ihre grüne Farbe behalten (Süßfenchel). Größere Fenchelfrüchte aus der Mitteldolde sind reifer und damit hochwertiger als kleine. Fenchel wird weltweit angebaut. Man findet ihn in den kühl-gemäßigten Breiten und auch in tropischen Gebirgslagen. Die bedeutendsten Produzenten sind Indien, China und die Mittelmeerländer, vor allem Ägypten. Für den europäischen Markt spielt neben Frankreich und Italien auch der Schwarzmeerraum eine Rolle.
Indien: Gujarat (Hauptanbaugebiet, 65 % der indischen Produktion), Rajasthan (Distrikte Ajmer, Nagaur), Uttar Pradesh (Terai-Region)
Ägypten: Fayoum (50 % der ägyptischen Ernte), Beni Suef (Niltal, sandige Böden)
Türkei: Aydın (Ägäisregion, für Florence-Fenchel), Izmir (Küstengebiete)
Syrien: Idlib (Nordwesten, traditionelle Anbaugebiete vor dem Bürgerkrieg), Aleppo (historisch bedeutend, heute eingeschränkt)
Iran: Khorasan (aride Hochlagen), Kerman (Wüstenrandzonen)
Italien: Apulien (Hauptregion für Florence-Fenchel), Sizilien (organischer Anbau in Trapani)
Österreich: Niederösterrich, Burgenland
Fenchelsamen sind Hauptbestandteil in sehr bedeutenden Gewürzmischungen wie dem indischen Garam Masala, dem chinesischen 5-Gewürze-Pulver, dem bengalischen Panch Phoron und als einziger nicht krautiger Bestandteil in der Herbes de Provence Mischung enthalten. Doch auch als Einzelgewürz sind Fenchelsamen eine Wucht: In Italien und Frankreich würzt man Fisch gerne mit Fenchel und Zitrone oder reicht als Beilage zu Fischgerichten leckere Fenchelbutter. In Italien würzt man Schweinefleisch in nahezu jeglicher Form mit Fenchelsamen, ob Bratwürste, Salami oder Porchetta. Außerdem finden sich Fenchelfrüchte dort manchmal als Zutat in eingelegten Oliven oder anderer marinierter Antipasti. In der chinesischen Küche werden sie nahezu immer zum Aromatisieren von Brühen verwendet. In Nordindien wird sehr oft Fenchel als Digestif nach dem Essen gegessen, was gleichzeitig die Verdauung stimulieren und den Atem reinigen soll.
Mutige Kombinationen:
Blutwurst, Dicke Bohnen, Fenchelsaat, frische Minze (Rezept dazu wird folgen. Tipp: zum Newsletter anmelden!)
Käse mit gewaschener Rinde (Münster, Stinking Bishop) auf Fenchelsamen-Cracker
Gebackene Gänseleber-Mousse mit Fenchelsamen, karamellisierte Ananas.
Fenchel & Erdbeere (in Erdbeersaucen, Erdbeermarmelade).
Cantaloupe / Charentais-Melone mit gerösteten und zerstoßenen Fenchelsamen und einem Schuss Sambuca.
Italien: Schweinebraten, Antipasti, Porchetta (Spanferkel), Finocchiona (Fenchelsalami), Muscheln in Fenchelsud, Fisch, gefüllte Kalbbsrust „Cima alla genovese“, Vinschgerl (Brotspezialität Südtirol)
Frankreich: gegrillter/gebackener Fisch, Vinaigrette, Bouillabaisse, Pâté de Campagne
Deutschland: Brot, Schweinebraten mit Fenchelkruste, Sauerkraut, Suppen
Indien: Panch Phoron Tarkari, Garam Masala, Linseneintöpfe, Chutneys, Kaugewürz als Degistif
USA: Chowder (Fischsuppe), Cioppino (kalifornischer Fischtopf), gegrillter Fisch
Griechenland: Gewürzbrot, Marathopita (eine Art gr. „Börek“),
China: Brühen (z.B. für Sichuan Hot Pot), Gemüse, Schweinbauch, Fisch
Skandinavien: Gravlax, Knäckebrot, eingelegter Hering
Anis, Basilikum, Bockshornklee, Kerbel, Kümmel, Kurkuma, Lavendel, Oregano, Petersilie, Piment, Süssholz, Thymian, Zitrusschalen
Trockenrösten für mehr Lakritzaroma. Luftdicht, lichtgeschützt und trocken Lagern. Dafür eigenen sich besonders gut die Aromatresore unseres Gewürzstudios.
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