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- Martin
(Hennes Finest) -
Salbei ist fest verankert in der mediterranen Kräuterkultur. Auch getrocknet bewahrt er sein unverkennbares Profil und leistet vor allem in der mediterranen Küche treue Dienste: Sein bitteres, kräftiges, eukalyptusartiges, harziges Aroma passt hervorragend zu Kalbfleisch. Klassiker der italienischen Küche wie Ossobuco oder Saltimbocca wären ohne ihn undenkbar. In fettiger Umgebung vertragen seine Aromastoffe Hitze sehr gut, deswegen brilliert er in warmer Butter oder mitgekocht in Schmorgerichten.
Passt zu:
Kalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel (v.a. Truthahn), Wild, Aal, Kartoffeln, weiße Bohnen, Kichererbsen, Pilzen, Tomaten, Zwiebeln, kräftiger Käse (Parmesan, Gorgonzola), Butter, Olivenöl, Äpfeln (Desserts).
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Auch wenn Salbei vor allem in der italienischen und mitteleuropäischen Küche zu Hause ist, hat uns der Griechische Salbei (salvia fruticosa) von Kräuterbauer Yannis aus Kreta am meisten überzeugt. Die griechische Art mit ihren typischen dreilappigen Blättern und dem ausgeprägteren Eukalyptusduft bringt für uns den gewünschten Salbeicharakter am besten auf den Punkt. In Kombination mit dem „Kreta Faktor“ (siehe unten), einer schonenden Trocknung und daraus resultierend eine maximale Öl- und Aromadichte, entsteht ein getrocknetes Kraut, das mehr als nur ein Winterersatz für frischen Salbei ist: Mit seinen intensiven herb-würzig, balsamischen und leicht blumigen Noten lässt er sich wunderbar zu europäischen Salbei-Klassikern wie Ossobuco, Kalbsrouladen, Schweinebraten, Pasta mit Salbei-Butter, gebratener Leber mit Apfel und Zwiebel, weißen Bohnen oder Truthahn einsetzen.
Der Kreta-Faktor
Kreta ist wie ein natürlicher Freiland-Bioreaktor für hocharomatische Kräuter. Hitze, Licht, salzige Luft, trockene Bergwinde und karge Kalkböden setzen die Pflanzen in jenem Bereich unter Stress, der die Bildung ätherischer Öle maximiert, ohne das die Photosynthese zum Erliegen kommt. Die resultierende hohe Dichte an sekundären Pflanzenstoffen (Monoterpene, Diterpene und Phenole) erklärt wissenschaftlich belegbar, warum kretische Kräuter in einer ganz eigenen aromatischen Liga spielen und so unfassbar gut duften und schmecken – und weshalb derselbe Pflanzensamen in Mitteleuropa nie das gleiche intensive Aroma erreichen kann.
Hier die wichtigsten Umweltbedingungen auf einen Blick:
Sonnenschein:
Circa 300 Tage pro Jahr und bis zu 13 h Tagessonne im Juli. Mehr Licht heißt mehr Energie und die steht den Pflanzen zur Bildung sekundärer Pflanzenstoffe (sprich: AROMA) zur Verfügung.
Außerdem wirkt der hohe UV-Lichtreiz wie ein „Stresstraining“, das in den Pflanzen eine höhere Produktion an schützenden Pflanzenstoffen bewirkt, die sie vor Zellschäden bewahren.
Trockenheit
Führt ebenfalls zu verstärkter Produktion ätherischer Öle als Schutzmaßnahme. Die Ölschicht in und auf den Blättern hilft, die Wasserverdunstung zu reduzieren und schützt die Zellen vor Hitze.
Karge, kalkhaltige Böden
Die kretischen Böden sind arm an Stickstoff und anderen Nährstoffen. Die Pflanzen wachsen dadurch langsamer und haben kleinere, robustere Blätter. Sie investieren ihre Energie mehr in Schutz- und Aromastoffe statt in Masse und Größe.
Meeresnähe und salzige Luft
Salz legt sich über die Luft auf Blätter und gelangt teilweise in den Boden. Dadurch erleben die Pflanzen immer wieder einen leichten Salzstress, an den sie sich in Folge anpassen. Um Schäden zu vermeiden produzieren sie mehr ätherisches Öl und sekundären Pflanzenstoffen. Eine dickere Ölschicht auf den Blättern schützt sie vor Austrocknung. Sie entwickeln darüber hinaus auch dichtere Härchen auf den Blättern, die prallgefüllt sind mit ätherischem Öl.
Steckbrief: Griechischer Salbei
Geschmack/Aroma: Getrockneter Salbei hat intensive herb-würzig, balsamische, harzig-kühle Noten und deutliche Aromen von Kampfer und Eukalyptus. Im Geschmack ist er eukalyptusartig, pfeffrig, bitter und adstringierend
Ölgehalt Maximal: bis 5 %
Aromabestimmende Aromaten: Thujon (kampferartig), 1,8-Cineol (eukalyptusartig), Kampfer (kampferartig, würzig-kühl)
Weitere Aromaten: Borneol (harzig, holzig), Sabinen (bitter-würzig) Linalool (blumig, zitrusartig, frisch)
Gewürzmischungen mit Salbei: Kräuter der Provence, Italienische Kräutermischung, Bratkartoffelgewürz, Grillgewürz mediterran, Lammgewürz, Borneol (harzig, holzig), Sabinen (bitter-würzig) Linalool (blumig, zitrusartig, frisch), Wildgewürz
Optimaler Erntezeitpunkt: Kurz vor der Vollblüte, vormitags, wenn der Morgentau vollständig verdunstet ist.
Optimale Trocknung: Schattentrocknung bei ≤ 35 °C
Anbaugebiet (Hennes Finest): Kreta, Region
Botanischer Name: Salvia triloba / Slavia fruticosa.
Passt zu:
Kalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel (v.a. Truthahn), Wild, Aal, Kartoffeln, weiße Bohnen, Kichererbsen, Pilzen, Tomaten, Zwiebeln, kräftiger Käse (Parmesan, Gorgonzola), Butter, Olivenöl, Äpfeln (Desserts).
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Getrockneter kretischer Salbei verträgt Hitze sehr gut, was sich in einer Salbeibutter hervorragend zeigt. In Fett gelöst und langsam mitgegart kommen die typischen Salbeiaromen gut zur Geltung, während die Bitterstoffe an Kraft verlieren. Das qualifiziert getrockneten Salbei als Würzkraut für Schmorgerichte, Braten und cremige Saucen. Salbei ist dominant und deswegen ein starker Einzelgänger. Bekommt er dennoch Kräuter zur Seite gestellt, sollten diese mithalten können – Rosmarin, Thymian, Lorbeer, Majoran und Oregano sind da die Klassiker.
Die italienische Küche liebt Salbei, Klassiker wie „Saltimbocca“, die Mailänder „Ossobuco“ oder kalabrische Kalbsrouladen (Involtini) leben vom aromatischen Salbeigeschmack. Mit seinem dominanten Aroma ergänzt er kräftige Käsesorten wie Parmesan oder Gorgonzola ebenfalls perfekt, was er in cremigen Käsesaucen zu Pasta, Gnocchi oder Polenta eindrucksvoll beweist. In Mitteleuropa und der britischen Küche wird Salbei traditionell zum Würzen fettreicher Gerichte wie gebratener Ente, Gans, Wild oder Schweinebraten verwendet, da man nebenbei seine verdauungsfördernden, leicht bitteren Gerbstoffe schätzt. Aus getrocknetem Salbei lässt sich zudem ein wohlschmeckender, würzig-herber Kräutertee zubereiten.
Zum Räuchern eignet sich Salbei ebenfalls hervorragend: Legt man ihn auf heiße Grillkohle und verschließt den Deckel, entwickeln sich würzige, leicht harzige Rauchnoten, die Fleisch, Fisch oder Gemüse aromatisch aufwerten.
Tägliche Anwendung:
Salbeibutter, Ofenkartoffeln mit Salbei, Pasta/Gnocchi/Polenta mit Salbei-Gorgonzolasauce, Salbei-Tee.
Italien: Saltimbocca, Ossobuco, Involtini (Kalbsrouladen), Pasta/Gnocchi/Polenta mit Salbei-Butter oder Gorgonzolasauce, Salviata (Toskanisches Ofenomelett), Tagliatelle mit Pilzen & Salbei, Frittierte Salbeiblätter, Stracotto di manzo (Schmorgericht mit Rindfleisch und Salbei), Weiße Bohnen mit Salbei
Griechenland: Kretische Fleischragouts, Loukanika (Würste), Fava (lokale Varianten), Linsensuppe (regional, v.a Ikaria).
Deutschland: Gebratene Kalbsleber, Schweinswürste, Mitteleuropäische Aalsuppe
Großbritannien: Schweinebraten mit Salbei-Sauce, Pilzrahmgerichte, Bratwurstgerichte (Lincolnshire sausage), Roast Turkey (mit Zwiebel und Salbei Füllung)
USA: Kräuterbutter für Steak, einfache Gemüsepfannen, White Bean & Sausage Soup
Kräuter der Provence, Italienische Kräutermischung, Bratkartoffelgewürz, Lammgewürz, Wildgewürz.
Kühl, trocken, luftdicht und lichtgeschützt lagern. Am besten in Aromatresoren des Gewürzstudios.
Die Aromastoffe des Salbeis sind in Fett und Alkohol löslich.
Blätter zwischen den Fingern leicht zerreiben, um ätherische Öle freizusetzen. Für Suppen und Eintöpfe zu Beginn mitgaren, für fett basierte Gerichte (Butter, Öl) oder Ofengerichte Salbei nicht zu stark erhitzen, um ein Verbrennen und bittere Noten zu vermeiden.
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