"Angkor Revisited" - Fotoausstellung von Jaroslav Poncar

Die ganze Schönheit von Angkor

Zur "Tour Belgique" haben wir uns eine Fotoausstellung in die heiligen Pfefferhallen geholt, die passender kaum sein könnte. Denn die Bilder von Jaroslav Poncar zeigen Herz, Seele, Ursprung und Stolz der Khmer Kultur: die Tempelanlagen von Angkor. Der im 9. bis 12. Jhd. entstandene Tempelkomplex ist der größte der Welt. Auf einer Gesamtfläche von über 200 km² wurden bis heute bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt.

Während seiner Besuche in Angkor zwischen 1994 und 1995, hat Jaroslav Poncar eine ganze Reihe beeindruckender Bilder der Tempelanlagen mit ihren unzähligen Reliefs, Fresken, Stelen, Statuen und Tempeln gemacht, alle in schwarz-weiß. Er hat es mit seinen Bildern geschafft, nicht nur die Größe und Pracht des gesamten architektonischen Komplexes in verschiedensten Wetterbedingungen wie Nebel, Regen oder Sonnenschein zu zeigen, seine Bilder isolieren auch die verführerische Schönheit von einzelnen Figuren, sie sonst nur ein winziger Teil des unendlichen Gesamtsystems sind. 

Die Bilder sind noch auf unbestimmte Zeit in der Pfeffer-Boutique zu bestaunen und können auch käuflich erworben werden. Die Hälfte der Erlöse kommen dem Verien "Köln hilft Kambodscha" zugute.  

Zum Fotografen Jaroslav Poncar (Quelle: wikipedia.de)

Poncar studierte von 1963 bis 1966 Atomphysik an der Technischen Universität in Prag und danach bis 1971 theoretische Physik an der RWTH Aachen. Von 1973 bis 2004 war er Professor für Optik und Physik im Fachbereich Photoingenieurswesen der Fachhochschule Köln. Seitdem arbeitet er am Institut für angewandte Optik und Elektronik. Nachdem er Anfang der 1970er Jahre als freiberuflicher Photograph für DPA in Afrika und dem Nahen Osten gearbeitet hatte, bereiste er ab 1974 vorrangig den Himalaya, Tibet, Indien und Kambodscha, wobei er sich ab 1976 auf die Panoramaphotographie spezialisierte. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten und Museen entstanden Dokumentationen über Kulturdenkmäler der Regionen und Projekte zu ihrer Erhaltung. So erarbeitete er zwischen 1981 und 1994 in Zusammenarbeit mit Roger Goepper vom Museum für Ostasiatische Kunst (Köln) eine photographische Dokumentation der Wandmalereien in den Tempeln von Alchi und gründete mit Karl Ludwig Dasser von der Fachhochschule Köln das Save Alchi Project. Seine Photodokumentation der Reliefs von Angkor Wat führte zum German Apsara Conservation Project der Fachhochschule Köln, dessen Co-Direktor neben Hans Leisen er von 1995 bis 2005 war. Weitere Dokumentationen erarbeitete Poncar u. a. über die Wandmalereien im Kloster von Tabo in Spiti und Toling in Guge. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die American Himalayan Foundation entstanden Photoarbeiten im Königreich Mustang. Daneben entstanden auf Frankreichreisen Bildbände über das Tal der Loire und Paris. Mit dem Kameramann und Filmemacher Wolfgang Kohl drehte Poncar zwischen 1977 und 1987 Dokumentarfilme in Indien, Pakistan und im Tibet.

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