PFEFFERSORTEN UND IHRE HERKUNFT

Es gibt sehr viele Gewürzpflanzen, die das Wort „Pfeffer“ im Namen tragen. So findet man heute Sorten wie Szechuan PfefferTasmanischen Bergpfeffer oder Kubebenpfeffer in jedem besser sortierten Feinkostladen. Bei diesen Sorten handelt es sich allerdings jeweils um völlig unterschiedliche Pflanzen. Botanisch gilt nur die Pflanzenart „piper nigrum“, zu der auch der Kampot Pfeffer gehört, als „echter“ Pfeffer. Diese Pflanze entwickelt Steinfrüchte, die dann mit zunehmender Reife als grüner, schwarzer, weißer und roter Pfeffer geerntet werden. Beim “Langen Pfeffer” streiten sich die Experten noch, ob man ihn auch als „echten“ Pfeffer anerkennen sollte. Fakt ist, dass man Langen Pfeffer schon deutlich vor dem heute überall verbreiteten schwarzen Pfeffer kannte. Seine längliche Form erhält dieser Pfeffer, weil die winzigen Pfefferbeeren mit ihren Fruchtstielen und der Spindel zu einer stangenartigen Struktur verwachsen. Hier findet ihr einen kleinen Überblick, über verschiedenste Pfeffersorten.

Tasmananischer Bergpfeffer

(auch: Bergpfeffer, Australischer Pfeffer)

Anbaugebiete: Australien, Tasmanien, Victoria, New South Wales.

Geschmack: Im ersten Moment blumig, beerig, süßlich, dann sehr scharf. Die Schärfe im Mund weicht einem Gefühl von leichter Taubheit.

Verwendung: Zu australischen „bush food“ Spezialitäten wie Emu-Hamburger und Kangaroo-Steak. Lädt zum experimentieren ein und passt gut zu Obst und Cocktails. Gibt eine rosa-violette Farbe ab. 

Szechuan Pfeffer

(identisch oder verwandt: Bergpfeffer, Chinesischer Pfeffer, Sanchopfeffer, Anispfeffer, Indonesischer Zitronenpfeffer, Andalimanpfeffer, Timut-Pfeffer)

Anbaugebiete: Japan, China, Indien, Indonesien, Nepal, Himalaya.

Geschmack: Zitronig-frisch, leicht blumig mit Noten von Anis. Hinterlässt ein prickelndes, leicht betäubendes Gefühl auf der Zunge.

Verwendung: In der scharfen chinesischen Küche zusammen mit Chilli zu Geflügel, Rind, Ente, Brühen und Tofu. Zu exotischen Früchten und Schokolade.

Kubebenpfeffer

(auch: Stielpfeffer, Schwanzpfeffer, Jawanischer Pfeffer)

Anbaugebiete: Indonesien, Indien, Sri Lanka.

Geschmack: Warme, leicht waldige Aromen mit Noten von Thymian, Minze, Salbei und Zitrone. Hinterlässt ein langanhaltendes, frisches Gefühl von Menthol im Mund.

Verwendung: Zu Lamm, Ente, Fisch und leicht säuerlichen Desserts wie Zitronensorbet oder Ananas-Mousse. 

Paradieskörner

(auch: Guineapfeffer, Meleguetapfeffer)

Anbaugebiete: Westküste Afrika.

Geschmack: Intensiv pikante, lang anhaltende Schärfe, ähnlich der Schärfe des Ingwers. Würzig mit leicht herbem Nachgeschmack. Verwendung: Zu Kürbis und Auberginen, Eintopfgerichten, Ragouts, Chutneys und süß-pikanten Marmeladen.

Mönchspfeffer

(auch: Abrahamsstrauch, Keuschlamm)

Anbaugebiete: Mittelmeerraum, Vorderasien.

Geschmack: Leicht bitter, ohne Schärfe. Holzig, eisern, kampferartig.

Verwendung: In Verbindung mit mediterranen Kräutern zu Fisch und Fleisch. Wegen seines “eisernen” Geschmacks gut zu Bluttaubenbrust und anderem blutigem Fleisch.

Selimpfeffer

(auch: Mohrenpfeffer, Kanipfeffer, Senegalpfeffer)

Anbaugebiete: Brasilien, Afrika.

Geschmack: Aromatisch, leicht bitter und scharf. Noten von Muskatnuss und Kubebenpfeffer.

Verwendung: Zu afrikanischen Suppen und Schmorgerichten, dunklem Fleisch, Wild und Hartkäse. Samen und Fruchtwand zum Würzen verwenden.

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